Social Media & Datenschutz

5638_dslogo_taste
Schon länger ist dieses Thema präsent. Uns geht es aktuell und speziell um die vielen I like- , Twitter- und Google+-Buttons, die man auf der eigenen Internetseite einbinden kann. Wir haben jetzt gehandelt und schützen deine Daten beim Besuch unserer Seite.

 

 

Das Problem:

Bereits beim Laden der Teilen-Knöpfe sendet der Browser persönliche Daten wie die IP-Adresse oder lokal abgelegte Cookies an die sozialen Dienste. Das passiert auch dann, wenn ein Webseitenbesucher gar kein Konto bei Facebook, Google und Twitter hat oder die Teilen-Funktion nicht nutzen möchte.

Quelle: http://www.heise.de/ct/ausgabe/2014-26-Social-Media-Buttons-datenschutzkonform-nutzen-2463330.html

Hat man bei den jeweiligen Plattformen auch noch einen Account wird es Datenschutztechnisch noch prekärer. In diesem Fall wird dein schon vorhandenes Profil mit deinem Surfverhalten „angereichert“.

Aus diesem Grund haben wir uns bei Jabber.de dazu entschlossen das sogenannte 2-Klick-Verfahren für diese Social-Buttons einzuführen. Erst bei Betätigung der Buttons werden Informationen an den Social Media Betreiber übermittelt und die entsprechenden Aktionen ausgeführt. So möchten auch wir mehr für den Schutz deiner Daten leisten.

Wie ist deine Meinung zur Thematik? Diese und Erfahrungen dazu interessiert uns sehr. Also nicht zögern und einen Kommentar hinterlassen. 😉

Euer Jabber.de-Team

Bildquelle: http://www.km.bayern.de/ministerium/recht/datenschutz.html

10 Gedanken zu „Social Media & Datenschutz

  1. Finde ich sehr gut. Es erschreckt mich um ehrlich zu sein, wie wenige (vor allem deutsche) Webseiten das einsetzen. Heise macht es doch relativ einfach. Und auf Heise sind auch die Anzahl der Klicks zu sehen. Es gibt eigentlich keinen plausiblen Grund mehr, es nicht zu nutzen. Die Ironie, wenn man bei einer Online-Zeitung irgendwas über Datenschutz liest, und daneben die originalen Buttons zu Facebook, Google+ & Co. sieht ist eigentlich schon viel zu groß.

    Auf der anderen Seite nutze ich solche Buttons eh nie. Ich teile immer per Hand. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu alt 😉

    Ach und wenn ich mich schonmal dazu durchringe was zu schreiben: Großartiger Service den ihr anbietet und sehr sympathischer Blog. Danke dafür 🙂

    • Vielen Dank für dein Feedback!
      Es tut natürlich immer gut zu sehen, dass Artikel wahrgenommen werden und der Service rund um Jabber.de gefallen. Wir sehen zwar die Nutzerzahlen, aber so eine positive Rückmeldung ist dann nochmal Rückenwind. 🙂

      Zum Thema: Das trügerische ist ja, dass selbst ohne etwas zu klicken deine Daten nach Silicon Valley gesendet werden! Es reicht der Aufruf der Internetseite auf der die Original-Buttons eingebaut wurden. Man ist quasi ausgeliefert.
      Warten wir mal ab wie sich das Weiterentwickelt. Ich denke, auch andere Seiten werden dazu übergehen dieses oder ein ähnliches Verfahren zu implementieren. Es wäre zumindest wünschenswert im Sinne des Datenschutzes.

  2. Ich persönlich benutze Firefox mit dem Plugin NoScript. Hierdurch werden wahlweise alle Scripte oder nur Scripte außerhalb der aktuellen Seite blockiert. Hierdurch werden die Social-Media-Buttons (und nebenbei die meiste Werbung) gar nicht geladen.
    Dies spart zusätzlich eine Menge Daten ein. Das ist nicht nur für mich positiv (da ich kein Festnetz habe bin ich nur über Mobilfunk online) und die Seiten werden schneller geladen, sondern es spart auch serverseitig Strom.
    Für Suchen benutze ich übrigens nicht Google sondern Duckduckgo.com, Facebook habe ich ende Februar 2015 gekündigt und Cookies werden mit Rechtsklick -> Seiteninformationen anzeigen -> Sicherheit -> Cookies anzeigen -> x -> alle Cookies entfernen gegen die Langzeitverfolgung gelöscht.

    Übrigens, euer Service läuft prima, allerdings ist es schwierig andere Nutzer zu finden oder Kontakte zu Jabber zu überreden. Eine globale JUD zum Suchen nach Namen um JIDs herauszufinden wäre hilfreich.

    • Sehr schöne Tipps Mark! Danke dafür und für deine Rückmeldung hier. Die gleiche “Konfiguration” nutze ich im übrigen auch. 😉 Für Suchmaschinen hätte ich sogar noch zwei Alternativen:
      https://www.ixquick.com/
      https://www.metager.de/
      Duckduck,com ist aber aktuell auch mein Favorit. Biete in 98% meiner Suchanfragen hilfreiche Antworten.

      Du hast geschrieben, dass es schwierig ist andere zur Nutzung von Jabber zu überreden. Hast du oder jemand anderes vielleicht eine Idee woran das liegen könnte oder wie wir (die Jabber-Community) dem entgegenwirken könnten?
      Ich habe ähnliche Erfahrungen gesammelt. Alle die mir wichtig sind nutzen nun aber Jabber. Das mag wohl aber auch daran liegen, dass ich ihnen keine alternative lasse, was natürlich recht hart ist.

      Das mit dem JUD ist die Frage…
      a) Würde man damit wirklich jemanden finden, von dem man das nicht erwartet hätte?
      b) Was ist mit den Nutzer, die nicht gefunden werden wollen?

  3. Alle Daumen hoch. Auch ich nutze schon ewig NoScript und weitere Plugins wie etwas Self-Destructing Cookies, HTTPS-Everywhere etc. – aber nicht jeder nutzt Firefox. Außerdem macht es diese Internet-Präsenz ein Stück weit zu einem “besseren Platz” 😉
    Übrigens, neben all den schon genannten Suchmaschinen nutze ich auch noch startpage.com … wenn mich nicht alles täuscht ist die auch Standard im Tor-Browser, auf alle Fälle komme ich mit startpage, duckduckgo und wikipedia mehr als bestens zurecht.

    Zur Verbreitung von Jabber mache ich ganz ähnliche Erfahrungen. Ich sehe das als ein Stück harte und nie endende Pionier-Arbeit. Die Vorteile von XMPP sind so brutal überwältigend, dass ich nun seit Monaten schon darüber verzweifle, wie Menschen, die ich für durchaus intelligent halte, alle diese Argumente ignorieren und mit nur einem einzigen Dummspruch für WürgsÄpp totschlagen: “Das haben aber alle”.
    Um so mehr freue ich mich über den Web-Client hier, für den ich jetzt auch schon wieder fleißig Werbung mache.
    In der Vergangenheit sind all die wenigen Überzeugungsversuche letztendlich an der fehlenden Toleranz und Ausdauer gegenüber Start-Schwierigkeiten mit den diversen Clients und der Kompatiblität untereinander, gescheitert.
    Ich hoffe sehr, dass sich da in Bezug auf Benutzerfreundlichkeit und Stabilität der diversen Clients noch einiges tut. Jedenfalls werde ich nicht müde in meinem Dunstkreis immer wieder mit Jabber zu “nerven” … steter Tropfen und so … is genau so wie mit PGP&Co. für Mails … predige ich schon seit Jahren, macht bis heute trotzdem keiner meiner Leute (kann ich auch ein Stückweit verstehen, da dies doch schon einiges mehr Technik-Affinität als z. B. Jabber erfordert) – aber irgendwann kommt der Tag …

    • Vielen Dank für dein Feedback!
      ixquick.com ist übrigens startpage 😉

      Jabber der breiten Masse näher zu bringen, ist wirklich ein hartes Stück Arbeit. Ich persönlich bin da nicht mehr ganz so aufdringlich. Ich finde die Veränderung muss von jedem selbst kommen. Wer in meinem Bekanntenkreis fragen zu dieser Thematik hat, wird auch immer eine Antwort bekommen. Wichtiger ist am Ende aber die Aufklärung. Also warum man eigentlich wieder mehr digitale Freiheit und Unabhängigkeit erlangen sollte.

      Zum Thema Jabber-Einstieg: Ich denke wir werden unseren Internetauftritt langfristig noch etwas anpassen, um den Einstieg zu erleichtern.

  4. Das Problem ist, das die Leute lieber konsumieren wollen als selber das Hirn anzuschmeißen. Jabber / XMPP würde wohl nur dann zum Renner, wenn das Internet verantwortungsvoller genutzt würde; damit ist aber nicht zu rechnen.

    Diese Volksverdummung wird dann noch gepowert durch die Medien, die sich weltweit anstrengen, ständig die Namen kommerzieller messenger-Dienste zu nennen. Früher nannte man sowas mal Schleichwerbung.

    Vielleicht könnte man darüber in einem seperaten Thread weiter diskutieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.